Interessengemeinschaft _____________________ PRO Malchiner See

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Ziele der Interessengemeinschaft „Pro Malchiner See"
 
  • Gegen Gewässer-Privatisierung - Wasser muß schützenswertes und für Alle nutzbares Allgemeingut bleiben.
  • Regional droht dem Malchiner See, wie auch vielen anderen Gewässern die Privatisierung, solange sie in Hand der BVVG sind.
        Dies versuchen wir, nachhaltig und dauerhaft zu verhindern.
  • PRO Verbesserung der regionalen Infrastruktur für touristische und gesamtwirtschaftliche Entwicklung, gemeinde- und 
        kreisübergreifend.
  • Besondere Aufmerksamkeit findet seit Jahren die fehlende Umsetzung eines gefahrlos nutzbaren, touristisch attraktiven Radweges RUND um den 
        Malchiner See und der Entwicklung touristischer Anlaufpunkte.
  • Schwerpunkt 2012 "Radweg RUND um den See schließen"
  • Schwerpunkt 2012 "Dahmer Kanal soll wieder ein Kanal werden, attaktiv und touristisch erlebbar"

 

Bitte lesen Sie im Detail unsere Einträge in den Bereichen POLITIK und Pressespiegel (Stand Dezember 2011, Neues demnächst) 


 

 


Wir wünschen allen Besuchern ein Frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2012

 .
.
So still wie der See ruht seit der Landtagswahl 2011 die erkennbare weitere Befassung der Politik mit unseren Zielen.

 

 

Kurz: Es gibt nicht Neues zu berichten.

 

Die Winterlandschaft ist ein Werk von Heike Camp  -> "Links zum See"

 


 Aktionstag 2011 "Der See brennt 2011" am 13. August 2011 am Großen Seedorfer Strand.

 

Fahrrad-Sternfahrt auf Drahteseln zum Aktionstag -

Wir rufen zur Fahrrad-Sternfahrt zum Aktionstag auf. Zielpunkt ist um 11 Uhr am Großen Strand von Seedorf.

Unterschriftenliste zum offenen Brief an die Landesregierung

Nachdem seit 2007 keine Neuerungen zum Thema erfolgt sind (siehe Pressespiegel) fordert das Schreiben, die Bevölkerung noch vor den Wahlen verbindlich über Entscheidungen für diesen Teilabschnitt des Radweges zu informieren.

In den vergangenen Jahren war die drohende Privatisierung von Seen, zu denen auch der Malchiner gehörte, ein Thema des Aktionstages. Wenn jetzt 37 Seen durch das Land erworben werden, dann sei dies ein Schritt in die richtige Richtung, "Aber durch sind wir erst, wenn in der Landesverfassung steht, dass die Seen Allgemeingut und unverkäuflich sind". Aber am Aktionstag geht es nicht nur um Politik. Wie immer haben sich die Veranstalter

 

Buntes Rahmenprogramm. 
Für gute Laune sorgen die Neukalener Stadtmusikanten, Ankes Liederecke und die Diskothek.

11:00 Uhr Ankunft der Fahrrad-Sternfahrt

13:00 Uhr Seeschwimmen. Wer teilnehmen möchte, kann sich kurzfristig bei Herrn Schröder (Telefon 01711963655) melden.

20.30 Uhr Enzündung der Lagerfeuer rund um den See

21:00 Uhr Sternfahrt der Boote beginnt

22:00 Uhr brennt der See beim Feuerwerk

 

Und hier können Sie direkt Ihre Anreise mit Google-Maps(C) planen 
 


Das bislang nicht verbindlich durch Handeln bestätigte Gewässergerücht vom 1. März 2011 in Mecklenburg-Vorpommern:

Noch ist die Kuh (= Gewässerprivatisierungsauftrag der BVVG für in ihrer Hand befindlichen Seen) nicht vom Eis, aber Gerüchte und erste Informationen des Nordkurier vom 1.3.2011 lassen hoffen, dass mit der Übertragung des nördlichen Teils des Gewässers in Landeseigentum das Thema Privatisierung (zumindest für den Malchiner See) beendet wird.

 

Hoffen wir, dass diese "plötzliche" Bewegung in der Politik nicht nur dem beginnenden Wahlkampf geschuldet ist und nachhaltig realisiert wird. Bis heute gibt es nichts Verbindliches. Auch der Petitionsausschuss des Bundestages, wo die weitere Behandlung  der Petition seit über einem Jahr "reift", schweigt vor sich hin, ein Muster für . Bürgerferne und Transparenz politischen Aussitzens.


Die Wassersensation vom 13. Februar 2011 in Berlin

 

Der Volksentscheid zur Offenlegung
aller Wasserverträge in Berlin ist erfolgreich
entschieden, weit über Quorum .

Ergebnis des Berliner Volksentscheids ist eine Sensation
 (Erste Infos und Gedanken sind einem Bericht von Herrn  

Der erfolgreiche Volksentscheid zur Offenlegung aller Wasserverträge in Berlin ist ein Protest gegen die Bevormundung. Gilbert Schomaker über die Folgen aus dem erfolgreichen Volksentscheid zum Berliner Wasser.

verkürzte Wiedergabe:

.. Dieser Volksentscheid wird nachwirken... Die Abstimmung war auch ein Protest gegen die Bevormundung. Wenn Politiker meinen, dass komplizierte Sachverhalte nur in Parlamenten und Ausschüssen ordentlich diskutiert werden können, unterschätzen sie den mündigen Bürger. Die Berliner haben verstanden, dass es einen Zusammenhang zwischen der Privatisierung des Monopolisten Wasserbetriebe und den hohen Preisen gibt. ...

Sie zeigen aber auch ein zunehmendes Misstrauen in die Politik. Der schleichende Vertrauensverlust ist eine Gefahr für die repräsentative Demokratie....

Eine Änderung hinter verschlossenen Behördentüren, ausgewählt nach scheinbar ungerechten Kriterien und vorgesetzt ohne Mitspracherechte der betroffenen Bürger. So wird Vertrauen verspielt.

 

Dabei ist Deutschland mit der repräsentativen Demokratie mehr als 60 Jahre gut gefahren. Ein Abwägen durch Abgeordnete nach ausführlicher Erörterung darf nicht unterschätzt werden. Im politischen Betrieb geht es auch um den Ausgleich von Interessen. Häufig müssen auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden, die aber für die Zukunft wichtig sind. Aber die Zeiten haben sich auch geändert. Die Mitbestimmung der Bürger wird immer wichtiger.

 

Was muss die Politik nun tun? Die wichtigste Aufgabe ist es, ihre Entscheidungen transparenter zu gestalten und durch Erklären Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Gerade der Erfolg des Volksentscheids macht diese Forderungen an die Politiker noch dringlicher. Es geht um viel in Berlin und Deutschland in diesen Wochen. Es geht um das Vertrauen der Menschen.,,,

Quelle: Berliner Morgenpost-Online vom 13.2.2011

 

Herzlichen Glückwunsch der Demokratie, dem Berliner Wassertisch und allen Aktivisten

 

Für den Vorstandssprecher des Vereins "Mehr Demokratie", Michael Efler, ist es schlicht "sensationell, dass es gerade eine Initiative mit so geringen finanziellen Ressourcen geschafft hat." Die Bedeutung endet für ihn nicht an den Landesgrenzen: "Das wird gewaltigen Rückhalt für die direkte Demokratie geben, innerhalb und außerhalb Berlins." Dieser erste erfolgreiche Volksentscheid werde mehr Menschen daran glauben lassen, "dass sie mit direkter Demokratie etwas bewegen können."

Quelle: TAZ-Online vom 13.2.2011

 

Für uns rund um den Malchiner See stellen sich nun viele Fragen:

Ist eine Änderung der BVVG - Praxis und der in vielen (auch auf dieser Website nachlesbaren Erklärungen) nur noch durch einen bundesweiten Volksentscheid zu beheben, wenn sich "die Politik" seit über einem Jahr in der Frage  der Privatisierung von Seen nicht für uns Bürger transparent und nachvollziehbar bewegt?

 

  • Wer ist namentlich für diese Verzögerungen verantwortlich?
  • Wieso gibt es keine aktuellen Informationen aus dem Petitionsausschuß für Petentenen und interessierte Bürger?
  • Wie zornig muss Deutschland noch werden?
  • Es stehen Wahlen in MV an.
  • Wieso findet Brandenburg scheinbar eine Lösung zwischen Bund und Land?
  • Wieso findet Mecklenburg-Vorpommern keine Lösung zwischen Bund und Land?
  • Über 1.000 ha Wasserfächen wurden für 15 Mio € verkaspert durch die BVVG, bei welchem Nettoertrag unter Abzug aller Kosten?
  • Ist dies ein volkswirtschaflich korrektes, vor dem Bundesrechnungshof valides Ergebnis oder vielmehr das Ergebnis von Paragraphenreiterei
        zu Lasten des Bürgerinteresses?
  • Wie können wir dazu beitragen, die Transparenz beim Umgang mit öffentlichem Eigentum zu erhöhen?
  • Der Sprecher der Bürgerinitiative Berliner Wassertisch: Es ist an der Zeit, „den Willen der Bevölkerung ernst zu nehmen“.

  • Was machen wir als Nächstes?


 

In der Region war der Bürgerentscheid nicht so erfolgreich:

27.1.2011

Die Interessengemeinschaft hat die Bürgerinitiative Dahmen mit einem "JA" zum Landkreis Mecklenburgische Seeplatte unterstützt.

Am 12. Dezember 2010 fand der 40. Bürgerentscheid in Mecklenburg-Vorpommern in 17166 Dahmen statt. Die Einwohner wurden an die Urnen gerufen, um zu bekunden, welchem Großkreis sie angehören wollen.

 

Die Begründung der Bürgerinitiative Dahmen finden Sie hier im Wortlaut:

 


Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Dahmen,

 

bezugnehmend auf die Bürgerversammlung am Dienstagabend (7.12.2010) in Dahmen möchten wir auf die nachfolgenden Punkte noch einmal besonders hinweisen.

 

Durch Initiative von interessierten Einwohnern der Gemeinde Dahmen haben die Abgeordneten der Gemeindevertretung am 1. November 2010 beschlossen, die für uns alle wichtige Frage der Kreiszugehörigkeit und den damit verbunden regionalen Bezug durch Bürgerentscheid feststellen zu lassen. Dafür danken wir ihnen.

 

Mit Inkrafttreten des Kreisstrukturgesetzes sind alle Satzungen und Beschlüsse der Altkreise z.B. zu Abfallgebühren, Schülertransport, etc. hinfällig und werden durch die neuen Kreistage überarbeitet und neu beschlossen.

 

Die jetzige Kreisstadt Waren soll eine Verwaltungsnebenstelle (z.B. Kfz-Zulassung, Bauamt, Katasteramt) behalten. Über eine Auflösung des Amtgerichtsbezirkes (Grundbuchamt) Waren ist uns nichts bekannt.

 

Für den Kreis „Mecklenburgische Seenplatte“ spricht:

 

  • Geographisch und historisch gehört der Bereich des Malchiner Sees zur Mecklenburgischen Seenplatte und nicht in einen Kreis,der von der Ostsee dominiert wird.
  •  
    Für eine vernünftige Entwicklung der Mecklenburgischen Schweiz, ist es entscheidend, dass der ganze Malchiner See mit den anliegenden Gemeinden in einen Kreis kommt, sonst wird wieder nicht über die Kreisgrenzen hinweg gedacht.Daher ist das gesamte Amt Meckl. Schweiz im neuen Kreis „Mecklenburgische Seenplatte“ besser aufgehoben.
  • Im neuen Kreis „Mecklenburgische Seeplatte“ haben alle Gemeinden die gleichen Probleme wie unsere Gemeinde. (Demographischer Wandel, Schulstandortschließungen, Landflucht der jungen Leute). Im Kreis „Mittleres Mecklenburg“ sieht das anders aus. 
  • Unsere Region hat ganz andere Probleme als die Randgemeinden um Rostock, Bad Doberan und entlang der Küste, wo mehr als die Hälfte der 
    Bevölkerung des zukünftigen Landkreises wohnt. Ob man unsere Gemeinde dort wahrnimmt? (Nach Auskunft des Kreises Güstrow ist die Gemeinde Dahmen bereits an das Radwegenetz des Landkreises Güstrow angeschlossen.…..?)
  • Waren und die Müritz sind bundesweit ein Begriff, davon werden die Bereiche Peenetal und Kummerower See  mittelfristig profitieren. Dies haben die Abgeordneten der Städte Demmin, Malchin und Dargun durch ihr Votum zum zukünftigen Kreis „Mecklenburgische Seenplatte“ erreicht.
  • Nur der Tourismus wird mittelfristig in dieser Region Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Das klappt einfacher und schneller, wenn die Gemeinde Dahmen im Kreis „Mecklenburgische Seenplatte“  liegt und die Bekanntheit der Region nutzt. Es ist schwierig Touristen von der Ostsee an den Malchiner See zu locken. Die Gemeinde Dahmen mit dem Malchiner See ist Bestandteil der Mecklenburgischen Seenplatte und liegt mitten in Mecklenburg-Vorpommern!

 

Lassen Sie uns zusammen die Zukunft für die Mecklenburgische Seenplatte positiv gestalten.

 

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, von ihrem Wahlrecht am 12. Dezember 2010 Gebrauch zu machen.

 

Stellvertretend für viele interessierte Bürger

Dahmen, im Dezember 2010                                       Philipp Maerz    Olaf Skoeries               Georg v. der Goltz

 


Die Begründung finden Sie hier zur Verbreitung als PDF-Datei.

 

Ergebnis: Der Bürgerentscheid fand nicht die erforderliche Mehrheit. Alles bleibt scheinbar, wie es ist. Oder doch nicht?
Wir bleiben dran!! 2011 = Wahljahr. Die Argumente sind durch diese Abstimmung nicht widerlegt, die Probleme nicht gelöst. Messen wir die Politik an ihrem Handeln.

 

Freitag, den 24.09.2010 von 9.30- 11.30
Demonstration auf dem Rathausplatz Malchin.
Wir haben folgende Politiker eingeladen:
Minister Landwirtschaft und Umwelt M-V,
Herrn Till Backhaus,  Bundestagsabgeordneter Herrn Hacker (SPD), sowie den Landrat des Kreises Demmin, Herrn Konieczny.
 
Unterstützen auch Sie mit Ihrer Teilnahme und der weiteren Verbreitung der Aktionen in Ihrem Bekanntenkreis den Kampf der IG Pro Malchiner See gegen die Privatisierung unseres Naturerbes.


Mit Bildern vom Aktionstag "Der See brennt" 2010.  

Die gute Nachricht aus den BVVG-Newslettern seit 
30. August 2010:
Es liegen derzeit keine Verkaufsangebote für Seen vor.
Arbeiten wir weiter, dass dies so bleibt und eine dauerhafte Lösung gefunden wird!

Hinweis für Verkehrsteilnehmer:
 
Aufgrund einer Baumassnahme bis Juli 2011 ist auf  Landstrasse L20 zwischen Ziddorf und Malchin mit einer erheblich erhöhten Verkehrsbelastung zu rechnen, da diese als offizielle Umleitungsstrecke von Malchin nach Teterow durch das Straßenbauamt ausgewiesen wurde. Zwischen Dahmen und Basedow-Höhe steht Ihnen kein Radweg zur Verfügung. Es ist bislang keinerlei Geschwindigkeitsbegrenzung verfügt worden. Die ausgefahrenen Straßenränder zeigen bereits die Folgen der erhöhten Verkehrsbelastung.
Seien Sie extrem vorsichtig! - Viel Glück!
(Basisinformation aus: "Malchiner Generalanzeiger", 
 KW 33/10, vom 21. August 2010)

 
"Der See brennt" fand am 14. August 2010
in 17139 Seedorf am Strand statt:
2007:    500 Besucher
2009: 3.000 Besucher beim Aktionstag
2010:    900 Besucher trotzen dem schlechten
                  Wetter und Anlass bei guter Laune

Helfen Sie mit, dass 2011 eine grössere Zahl hier steht, unterstützen unsere Initiative und geniessen Sie den gemeinsamen Aktionstag am Wasser.
 
Anfahrt: über L20, ca. 1.000m westlich Seedorf  links (Nord) abbiegen in Richtung Campingplatz Seedorf und bis zum Parkplatz fahren.
 
Festprogramm ab 10:00h
Schwimmen über den Malchiner See
Festprogramm mit abschließendem
Feuerwerk ab 22:00h.
"Wir haben vor, durch Seile und Luftballons die Kreisgrenze auf dem See zu markieren, um die Unsinnigkeit der Seeteilung nachvollziehen", so
Frau Hansi Dethloff.
 
Aktuelles zum Aktionstag "Der See brennt 2010"

IG Pro Brief an den
Bundestagsabgeordneten Matthias Lietz (CDU)
Die Frage von Christian Deutscher (IG Pro) auf abgeordnetenwatch.de vom 20.7.2010:
Details finden Sie hier...

15.07.2010
GEWÄSSERPRIVATISIERUNG: Pressemitteilung von Carsten Preuss:

Im Regierungslager bröckelt die Front der Befürworter der Seenprivatisierung

CSU Bundestagsabgeordneter Josef Göppel gegen weitere Seenprivatisierung

Zitat: "Der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU), hat sich kritisch zu der in Ostdeutschland praktizierten Gewässerprivatisierung geäußert. Er sei nicht für eine Privatisierung der Seen in den neuen Bundesländern. Die kulturelle und landschaftliche Bedeutung von Naturgewässern sollte nicht einer kommerziellen Nutzung anheim gegeben werden. Jedermann muss das Recht haben, unentgeltlich öffentliche Seen zu betreten".

Den vollständigen Text der Mitteilung finden Sie hier ...
NDR Fernsehen am Mittwoch, 26. Mai 2010 21:00 Uhr in der Sendung
Menschen und Schlagzeilen: Ausverkauf – Mecklenburger Seen werden privatisiert
 
Sie können den Beitrag (ca. 5 Minuten) in der NDR-Mediathek noch für etwa zwei Wochen ansehen mit Ihrem Klick auf den nachfolgenden Link.
 
Die gemeinsame Unterschriftenliste 

des BUND Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, BUND Landesverband Brandenburg"Pro Mellensee e.V." und der IG Pro Malchiner See gegen die drohende Gewässer- privatisierung finden Sie hier:

Petition Gegen eine Privatisierung unserer Seen!

 

Ergebnis der Sitzung vom 17. Mai 2010:


Die Aufzeichung der Sitzung als Videostream ist hier zu finden. (Dauer ca. 95 min.)

Weitere Einschätzungen und die erforderlichen Vorgehensweisen von BUND und der IG Pro Malchiner See werden nach einer eingehenden Analyse des Abstimmungsverhaltens aller Parteien hier veröffentlicht.


In der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 19.5.2010 ist die Einschätzung von Herrn Preuss zu finden.

unter http://www.maerkischeallgemeine.de..... weiterlesen

 



Hintergrundinformationen


Die leider sehr lange Liste der vom Verkauf bedrohten Seen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg finden Sie ab Seite 5 in der

Drucksache 17/102, Deutscher Bundestag–17.Wahlperiode

 

Bis heute gibt es keine komplette Übersicht der über 15.000h bedrohter Wasserflächen, Warum wohl?


Der nachfolgende Artikel aus der Kreisbeilage des Landkreises Demmin gibt den Sachverhalt sehr komprimiert wieder:

 

Im Einigungsvertrag wurden Festlegungen über die Verteilung des ehemaligen Volkseigentums getroffen. Wie hundertausende Hektar Wiesen, Felder und Wälder gingen auch viele Gewässer Ostdeutschlands in das Finanzvermögen des Bundes über, die die bundeseigene Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft GmbH (BVVG) seitdem

nach und nach verkauft. Dies betrifft in Mecklenburg-Vorpommern noch 227

Gewässer unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtfläche von 4200 Hektar. Sie sind derzeit zumeist noch an Fischer oder den Anglerverband verpachtet. Die Presse machte im vergangenen Sommer darauf aufmerksam, dass nun auch 720 Hektar (eine Hälfte) des Malchiner Sees auf der Verkaufsliste der BVVG stehen.

 

Dies führte zur Gründung einer Interessengemeinschaft (IG) „Pro Malchiner See“, in der sich betroffene Bürgerinnen und Bürger, Kommunalpolitiker und Vertreter von Institutionen - wie dem Anglerverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz - zu Aktionen gegen dieses Privatisierungsvorhaben zusammenfanden.

 

Nur der Bundestag kann über die Beendigung des Verkaufs der Gewässer entscheiden.

Deshalb unterstützt die IG die Unterschriftensammlung für eine Petition, in der der Bundestag aufgefordert wird ein Gesetz zu beschließen, in dem der Verzicht auf die weitere Privatisierung von Gewässern und ihre kostenlose Übertragung als Eigentum an Gemeinden, Kommunen, Kreise oder Länder festgeschrieben ist.

 

Für diese Petition, die vom BUND Brandenburg ausgelöst und koordiniert sowie vom BUND Mecklenburg-Vorpommern unterstützt wird, wurden in den ostdeutschen Bundesländern inzwischen mehr als 90.000 Unterschriften gesammelt. Die Aktion soll weitergehen bis der Bundestag zur Beratung des Anliegens der Petition bereit ist.

 

Leider gelang es bisher noch nicht, eine Zusammenstellung aller in Mecklenburg-Vorpommern noch zum Verkauf anstehenden Gewässer zu erhalten.

 

Viele Bewohner unseres Landes wissen deshalb wohl gar nicht, dass ihre „Hausgewässer“ auch vom Verkauf bedroht sind. Sonst hätte die Protestbewegung sicher noch viel mehr Menschen erfasst.

 

Die Proteste zeigen inzwischen Wirkung. Minister Dr. Till Backhaus sprach sich ebenso wie führende Brandenburger Politiker für einen Verkaufsstopp aus. Die BVVG reagierte und setzte den Verkauf von Gewässern zunächst bis zum Jahresende 2009 aus.

 

Minister Dr. Backhaus forderte zudem die Bundesregierung auf, die Privatisierung gänzlich zu stoppen und schlug vor, die Gewässer, die sich noch im Bestand der BVVG befinden, an die Länder zu übertragen. Auch die Land- und Kreistagsfraktionen der Linken, der SPD, der CDU und der Grünen unterstützten nachdrücklich das Anliegen der Petition.


Freier Zugang zu den Seen und ihre traditionelle Nutzung sind unverzichtbar für die weitere Entwicklung des naturverbundenen Tourismus in unseren Ländern und für das Selbstverständnis der Einheimischen, die die Privatisierung der Seen und Gewässer stärker noch als die der Wälder als Ausverkauf von Heimat und Beschränkung von Freiheit empfinden.

 

Es liegt deshalb im Interesse der Kommunen, der erholungssuchenden Einheimischen und ihrer Gäste, der Angler, der Wasser- und Eissportler, des Umweltschutzes sowie des Erhalts von unersetzlichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen, dass die Seen Gemeineigentum bleiben. Zu bedenken ist zudem, dass durch die Klimaveränderungen das Wasser dieser Seen zunehmend für die Versorgung der Bevölkerung und die Landwirtschaft an Bedeutung gewinnen wird. Auch dieser Aspekt der Daseinsvorsorge sollte eine Privatisierung verbieten.

 

Die Seen gehören nicht in die Hände von Spekulanten. Welche schwerwiegenden Folgen dies haben kann, zeigt besonders das Geschehen am Wandlitz-See in Brandenburg nach der Privatisierung.

 

IG Pro Malchiner See 


Die gemeinsame Unterschriftenliste 

des BUND Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und der IG Pro Malchiner See gegen die drohende Gewässerprivatisierung finden Sie hier:

 

Petition Gegen eine Privatisierung unserer Seen!

 

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?topic=1992.15


Am 17. Mai 2010 führte der Petitionsausschuss des Bundestages ab 13:00 Uhr eine weitere öffentliche Sitzung durch. Die Themen der Petitionen sind:

1. Privatisierung von Gewässern

2. GEMA

3. ...

 Die Sitzung wurde live auf www.bundestag.de übertragen.  

 

Historie

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?topic=1992.15


Unser gemeinsames Schreiben vom 3. Mai 2010 an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die im  Petitionsausschuss am 17. Mai 2010 über die Petition in Berlin beraten werden, sowie die Abgeorneten von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg finden Sie als Sammel-PDF unter Aktivitäten & Details.

 

Hinweis für Medienvertreter:
Die Beratung im Petitionsausschuss ist öffentlich und findet um 13 Uhr im Europasaal (Raum 4.900) des Paul-Löbe-Hauses in der Konrad-Adenauer-Straße in Berlin statt. Vertreter des BUND Mecklenburg-Vorpommern werden mit Vertretern der Bürgerinitiative "Pro Malchiner See" vor Ort die Diskussion verfolgen und stehen vor und nach der Sitzung des Petitionsausschusses für Rückfragen zur Verfügung.

Kontakt: Arndt Müller, Referent für Naturschutz, BUND M-V, Tel. 0160-99778740