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Wenn Sie über weitere Presseinformationen verfügen, stellen Sie uns diese bitte als Link oder digitales Archiv zur Verfügung. Vielen Dank! Nachrichten, Stand: 12.08.2011 Jüngste Berichte zu unseren Themen Tourismusforum-"Malchiner See": Nichts-Neues seit 2009.pdf Nordkurier-Kuh-vom-Eis.pdf BMFi-Antwort-Staatsek-Kampeter-Berichtsanforderung zur Seenprivatisierung in M-V vom Februar 2011.pdf Berichte des Nordkurier zum Bürgerentscheid Nordkurier-2010-11-xx-Bürgerentscheid.pdf Nordkurier-2010-11-25-Mehr Transparenz gefordert.pdf nordkurier-2010-12-06.pdf
„Der See muss ein Gemeingut bleiben" Von Eberhard Rogmann / in Nordkurier online vom 25.09.2010
Malchin. "Wir wollen unseren Kindern ein lebenswertes Mecklenburg hinterlassen und keine leere Speisekammer." Für seine klare Ansage erntet Manfred Sieber von der Bürgerinitiative Pro Malchiner See spontanen Beifall. Einige hundert Frauen und Männer hatten sich gestern Vormittag zum Protesttag gegen die Privatisierung von Seen vor dem Malchiner Rathaus eingefunden. Und sie hatten eine klare Vorstellung von der beschworenen "leeren Speisekammer". Nach der Privatisierung von Acker und Wald nimmt die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft nun Kurs auf den Verkauf von Gewässern (Nordkurier berichtete). Das geht in den Augen vieler zu weit. "Hier droht der Ausverkauf der Heimat", stellt Jürgen Schröder fest. Der Bristower stellt sich als Vorsitzender des Bungalow-Vereins voll hinter die Forderung, die Privatisierung zu stoppen. Wie auch Thomas Waack, Pastor der evangelischen Gemeinde Malchin. "Die Seen müssen in der Hand der Gesellschaft bleiben. Holen sie ihren Nachbarn aus dem Sessel auf die Straße", appellierte der Pastor an die Zuhörer. Jetzt komme es darauf an, Position zu beziehen. Das Potenzial, die Privatisierung zu verhindern sei gegeben. "Wir selbst sind es. Wenn alle zusammenstehen, können wir unseren Willen durchsetzen", so Pastor Waack. In diese Front reiht sich auch Landrat Siegfried Konieczny (Linke) ein. Er hebt hervor, dass der bisherige Protest ein Moratorium erkämpft habe. Der Kreistag habe eine einmütige Willensbekundung gegen die Privatisierung abgegeben. Der See als Perle der Region müsse jedem Bürger zugänglich bleiben, bekräftigte Konieczny. Manfred Sieber nimmt den Landrat spontan beim Wort und erbittet dessen politische Unterstützung für eine Verfassungsänderung. Der zufolge sollte Landeseigentum an Gewässern künftig unverkäuflich sein. Ihre Sicht der Dinge bringt Edeltraut Bernhagen als Hausfrau mit Kittelschürze und Lockenwicklern in einem Kabarett-Sketch auf den Punkt. "Nicht jeder will nach Mallorca oder Teneriffa. Mancher genießt die Ruhe vom Balkon seines Bungalows." Und an den Malchiner Bürgermeister gewandt rief sie: "Sett di in för uns' Sach, damit wi di wedder wählen." Jörg Lange war wegen eines kurzfristigen Termins in Neubrandenburg zwar nicht anwesend, doch seine Stellvertreterin Manuela Rißer bekräftigte, dass die Stadt das Anliegen der Bürgerinitiative voll unterstütze. l Hierzu passt nach 20 Jahren ein Hintergrundbericht des ZDF (Frontal21 am 10.09.2010) zum "Beutezug Ost" / ZDF-"Frontal 21" Dokumentation beleuchtet die Arbeit der Treuhand unter dem Motto "Beutezug Ost" Mainz (ots) - Einem besonderen Kapitel der deutsch-deutschen Vergangenheit widmete sich die ZDF-"Frontal 21"-Dokumentation "Beutezug Ost" am Dienstag, 14. September 2010, um 21.00.Ein Hinweis der IG hierzu: Auch Binnengewässer standen vorher NICHT zur "käuflichen Disposition" von Partikularinteressen. Die BVVG ist die Nachfolgerin der "sehr erfolgreichen" TLG-Abwickler".
ZDF Heute Journal vom 14. August 2010 (Mediathek) In dem Bericht wird unserem Protest viel Platz für die Berichterstattung zur Veranstaltung und unseren Befürchtungen und Zielen eingeräumt. Eine sehr sehenswerte Sequenz aus der Perspektive unseres Wappentieres, des Seadlers zeigt Ihnen die Schönheit des Malchiner Sees. Vielen Dank für diesen Bericht!
900 Gäste beteiligten sich an Protest gegen die drohende Privatisierung von Seen. In Seedorf am Malchiner See wurde aber auch gefeiert. Von Iris Diessner / Nordkurier - Mecklenburger Schweiz vom 16.8.2010 Seedorf. Mit dem Strahlen von Hansi Dethloffs Augen konnte es der Himmel am Sonnabend nachmittag nicht aufnehmen. Obwohl er doch gerade den Regen eingestellt hatte, als hunderte kleiner Papierboote am Großen Strand von Seedorf ins Wasser gelassen wurden. Aber das war nur einer der Höhepunkte des diesjährigen Aktionstages „Der See brennt“, den vor vier Jahren der Bungalowvertein Hüttenkoppel um Hansi Dethloff ins Leben gerufen hatte. Ging es damals um einen Radweg rund um den Malchiner See, um bessere Möglichkeiten für den Einsatz von Rettungsbooten und um die unsinnige Teilung des Sees, stand beim diesjährigen Aktionstag die drohende Privatisierung eines Teils des Sees im Vordergrund (der Nordkurier berichtete). „Wobei die anderen Ziele keinesfalls in Vergessenheit geraten sind“, betont Manfred Sieber von der Interessengemeinschaft „Pro Malchiner See“, die bereits im vergangenen Jahr Unterschriften gegen den Verkauf der Seen sammelte. Bundesweit kamen mehr als 120. 000 zusammen, die bewirkten, dass es erstmal einen Verkaufsstopp gab. Erstmal. „Aber das heißt noch lange nicht, dass damit die Privatisierung vom Tisch ist“, meint Prof. Ulrich Kibbel, der Sprecher der IG. Deshalb finde er es richtig toll, dass man gemeinsam mit den rührigen Organisatoren vom Bungalowverein hier so viele Leute erreichen könne. Und ließ das Wetter manchen zu Hause bleiben, am Ende waren es doch etwa 900, die beim „Der See brennt“ mitmachen wollten. Auch Malchins Bürgermeister Jörg Lange war gekommen. Ursula Nickoll aus Wendemark in der Nähe von Hannover war mit ihrem Enkel dabei. „Das geht doch nicht, dass die Seen in Privathand kommen sollen. Da kann man sich doch ausrechnen, was daraus wird“, sagte sie ganz empört. Sie finde es klasse, dass sich Leute engagieren, um dies nicht zuzulassen. „Das wissen noch viel zu wenige“, meinte sie. Annett Sieminski und Markus Neubauer aus Güstrow haben ebenfalls erst hier in Seedorf von dem Protesthintergrund erfahren. „Seen verkaufen, das geht gar nicht“, sagte die junge Frau und holte sich Flugblätter der Veranstalter, auf denen zum Protest aufgerufen wird. Die gab es auch beim Stand des Tourismusverbandes Mecklenburgische Schweiz, der hier ebenfalls Flagge zeigte. Hunderte Papierbooten wurden schließlich daraus gefaltet und gemeinsam setzeten sie die Teilnehmer des Festes in den Malchiner See. Ein beeindruckendes Bild. Aber natürlich wurde in Seedorf auch gefeiert. Eine große Tombola, für die die Frauen von der Hüttenkoppel 1800 Lose gedreht hatten, lud ebenso ein wie leckerer Kuchen. Für viel Stimmung sorgte Tessi mit seinen Country-Hits und die Line-Dancer aus Remplin. Und schließlich brannte der See wirklich. Im Schein der Lagerfeuer, die rund um den Malchiner See entzündet wurden, die Fackeln und Lampions auf den Booten bei der Sternfahrt glühten und das große Feuerwerk übertraf dann sogar die strahlenden Augen der Organisatoren des Festes.
Gerd Maruzinke (l.) und Manfred Bernhagen von der Interessengemeinschaft pro Malchiner See sind gegen eine Privatisierung des Sees und machen dies mit einem Transparent auf dem Boot "Volle Pulle" deutlich. Am Sonnabend ist eine Protestaktion geplant.
MALCHIN - Der Malchiner See muss Allgemeingut bleiben. Keine Privatisierung fordert deshalb die Interessengemeinschaft pro Malchiner See. Befürchtet wird unter anderem, dass ein Verkauf von Teilen des Gewässers Auswirkungen auf die Ökologie und den Tourismus mit sich bringen würde.
Der Protest gegen eine geplante Privatisierung geht am Sonnabend, 14. August 2010, am Malchiner See in eine neue Runde. Anlieger und Gegner der Privatisierung wollen ab 20 Uhr den See am Rande des Landkreises Güstrow zum Leuchten bringen und damit ihren Protest deutlich machen. Eine Entscheidung des Freistaates Bayern habe seinerzeit gezeigt, dass es auch ohne Privatisierung geht. "Dort hatte man sich 1971 dazu entschlossen, alle Seen in Staatseigentum zu belassen", informiert Manfred Sieber von der Interessengemeinschaft pro Malchiner See. Er sieht sich in seiner Meinung unter anderem von Jesef Göppel aus Bayern unterstützt. Der Bundestagsabgeordnete erhebe seine Stimme zum Beispiel auch gegen die Privatisierung der Seen in Mecklenburg-Vorpommern. Dagegen vermisst Sieber eine Unterstützung durch hiesige Bundestagsabgeordnete. Sie würden sich im Gegensatz zur hiesigen Landespolitik für die Privatisierung der heimischen Gewässer stark machen, kritisiert Sieber. Dennoch sei die Interessengemeinschaft optimistisch. Sieber: "Noch gibt es keine endgültige Entscheidung."
Zum Hintergrund: 1990 wurde im Einigungsvertrag festgehalten, dass Volkseigentum in Bundeseigentum übergeht und die Treuhand und später die BVVG die Privatisierung betreibt. Davon betroffen wären auch rund 230 Seen in Mecklenburg-Vorpommern und weitere Gewässer in Brandenburg. Hier regt sich seit mehr als einem Jahr von verschiedenen Seiten heftiger Widerstand. Dieser Artikel wurd auch in Nordeutsche Neueste Nachrichten www.nnn.de veröffentlicht.
Aktuelles zum Aktionstag "Der See brennt 2010" finden Sie auch bei http://www.campingpark-seedorf.de/highlights.php
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., auf Seite 25! | |
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