Interessengemeinschaft _____________________ PRO Malchiner See

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Stand August 2011:
 
Politiker - Live zur Seendebatte, sowie dem Umgang mit Ressourcen, die uns Allen gehören -
Bild' Dir Deine eigene Meinung aufgrund von Fakten - dann agiere/n und wähle/n Du/Sie entsprechend!.
 
Eine  detaillierte Übersicht befindet sich bei unserem Mitstreiter BUND
Weitere Informationen finden Sie in dem zusammenfassenden Positionspapier. Hier
 
Wenn Sie sich noch tiefer für GEMEINGÜTER interessieren: hier ein Link zu einem sehr interessanten Positionspapier bei Gemeingut.org zum Thema. 
Die bei Gemeingut.org formulierten Grundsätze 1 - 10 geben sehr gut die Ansichten vieler unser Mitstreiter wieder. Sie sind sehr lesenswert und als Leitfaden für eigenes Handeln im politischen Raum als mündiger Bürger umsetzbar. ein ethischer Leitfaden gegen angebliche Politikverdrossenheit, die viele Politiker uns Bürgern unterstellen. Nur gemeinsames Einmischen in öffentliche Planung und Verwaltung, ohne Rücksicht auf Parteidisziplin und "Sachzwänge" machen Bürgerwillen und eine konsens- und ergebnisorientierte direktere Demokratie stärker!   

In Kürze: Ein Gemeingut ist etwas, das für alle unmittelbar zugänglich sein soll.

 

Informationen zum Schutz des Gemeingutes Natur vor Privatisierung, zu der nach unserem Verständnis auch Gewässer gehören finden Sie im Freistaat Bayern, der dies bereits seit Jahrzehnten in seinen Gesetzen verankert hat.

16.09.2010
GEWÄSSERPRIVATISIERUNG und Tourismus: Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble (CDU)
bei Abgeordnetenwatch

 

zur Fragestellung von Herrn Deutscher (siehe Startseite)

Sehr geehrter Herr Deutscher,

die Privatisierung von Seen in den neuen Bundesländern durch die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) bewegt in letzter Zeit in der Tat die Gemüter vieler Menschen. Sie werden von der Sorge getrieben, sich im Fall des Verkaufes eines Sees an einen Privaten mit erheblichen Einschränkungen abfinden zu müssen. Der Deutsche Bundestag hat sich mit dieser Thematik aufgrund zahlreicher Eingaben der Bürger befasst.

Der Eigentümer eines Sees kann mit diesem nicht nach Belieben verfahren und andere von der Nutzung ausschließen. Die jeweiligen Landesgesetze regeln den sogenannten Gemeingebrauch, der insbesondere Baden, Befahren mit (nicht

motorbetriebenen) Booten, Eislaufen erlaubt. Das gilt für private und öffentliche Eigentümer gleichermaßen.

 

Richtig ist, dass die BVVG im Auftrag der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (früher Treuhandanstalt) in den neuen Bundesländern auf der Grundlage von Artikel 25 des Einigungsvertrages, des Treuhandgesetzes und der Dritten Durchführungsverordnung zum Treuhandgesetz das von der Treuhandanstalt übertragene Vermögen, dazu gehören auch Seen, veräußert. Sie hat somit einen gesetzlichen Privatisierungsauftrag.

 

Die BVVG hat schon in der Vergangenheit Seen in einem mehrstufigen Verfahren verwertet. Die diesbezüglichen Regelungen eröffnen den Kommunen die Möglichkeit des vorrangigen Erwerbes des Sees. Der See wird daher zuerst der jeweiligen Kommune zum Kauf angeboten. Sieht die Kommune von einem Kauf ab, erhalten die Pächter des Fischereirechtes und ggf. Naturschutzorganisationen ein entsprechendes Kaufangebot. Eine Ausschreibung des Sees erfolgt erst, wenn weder Kommune noch Fischereipächter oder Naturschutzorganisationen kaufen.

 

Eine Einstellung der Verwertung der Seen widerspräche dem Privatisierungsauftrag des Gesetzgebers. Bei der künftigen Verwertung der Seen wird die BVVG im Vorfeld der Privatisierung erkennbare Probleme im engen Zusammenwirken mit den Kommunen ausräumen. Schutzwürdige Belange, insbesondere kommunale Badeeinrichtungen, sollen durch geeignete Maßnahmen zugunsten einer weiten öffentlichen Nutzung gesichert werden. Mit diesen Maßnahmen sind die berechtigten Interessen der breiten Öffentlichkeit über die allgemeine Gesetzeslage hinaus umfassend sichergestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Schäuble

 

Diese Antwort können Sie in ihrem Kontext auch lesen unter http://www.abgeordnetenwatch.de

 


Stand der Petition Online unverändert seit 2009:

 

 


26.8.2010 - RBB-Online - Kontraste, 21;45h 
 

2.08.2010
GEWÄSSERPRIVATISIERUNG: Antwort von Dr. Gregor Gysi bei Abgeordnetenwatch

zur Fragestellung von Herrn Deutscher (siehe Startseite)

 

"Sehr geehrter Herr  Deutscher ,

 

die Privatisierung der Seen halte ich für eine katastrophale Fehlentwicklung. Seen müssen das Eigentum aller Mitglieder der Gesellschaft bleiben. Mit Ihrem Anliegen haben Sie völlig Recht. Eine Wirkung werden wir aber nur erzielen, wenn es uns gelingt, mehr Medien dafür zu gewinnen, öffentliche Proteste zu organisieren. Es muss ein permanentes Thema werden, so dass sich auch die Herrschaften in Union und FDP nicht trauen, der Privatisierung zuzustimmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gregor Gysi"

 

Um diese Antwort in ihrem Kontext zu lesen, klicken Sie bitte den Link an:

http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37621--f262366.html#q262366

 


15.07.2010

GEWÄSSERPRIVATISIERUNG: Pressemitteilung von Carsten Preuss:

Im Regierungslager bröckelt die Front der Befürworter der Seenprivatisierung

CSU Bundestagsabgeordneter Josef Göppel gegen weitere Seenprivatisierung

Zitat: "Der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU), hat sich kritisch zu der in Ostdeutschland praktizierten Gewässerprivatisierung geäußert. Er sei nicht für eine Privatisierung der Seen in den neuen Bundesländern. Die kulturelle und landschaftliche Bedeutung von Naturgewässern sollte nicht einer kommerziellen Nutzung anheim gegeben werden. Jedermann muss das Recht haben, unentgeltlich öffentliche Seen zu betreten".

Den vollständigen Text der Mitteilung finden Sie hier ...


19.05.2010
GEWÄSSERPRIVATISIERUNG: Beim Bodensee käme keiner drauf.  (Märkische Allgemeine Zeitung)
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11801208/61939/Carsten-Preuss-wurde-vom-Petitionsausschuss-des-Bundestages-angehoert.html

Carsten Preuß wurde vom Petitionsausschuss des Bundestages angehört

Am Montag ergriff Carsten Preuß aus Zossen vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages das Wort. Preuß, Mitglied im Landesvorstand des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), hatte eine Petition zum Verzicht auf die weitere Privatisierung von Gewässern eingebracht. Mit ihm sprach Gudrun Schneck.

MAZ: Waren Sie aufgeregt?

Carsten Preuß: Ziemlich. Aber es ist natürlich ein schöner Erfolg, dass sich der Petitionsausschuss angesichts der mehr als 110 000 Unterschriften ausführlich mit dem Thema Seenverkauf befasst. Mir waren fünf Minuten Redezeit vorgeben, letztlich habe ich etwa zehn Minuten gesprochen und erhielt während der Diskussion die Möglichkeit, auf Fragen zu antworten. Insgesamt hatte der Ausschuss 60 Minuten für das Thema eingeplant, daraus wurden 90 Minuten.

Standen die Mitglieder des Ausschusses in der Materie?

Preuß: Das Thema war auf alle Fälle nicht spurlos an den Parlamentariern vorbei gegangen. Der parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium Steffen Kampeter wurde offenbar so oft damit konfrontiert, dass er am Montag sagte, er fühle sich manchmal wie ein Staatssekretär für Seenprivatisierung. Der Druck hat also Wirkung gezeigt. Die meisten Ausschussmitglieder wollten ihr Statement abgeben.

Die Frage ist aber, worauf sich der Petitionsausschuss letztlich einigen wird.

Preuß: Stimmt. Die Berichterstatter der einzelnen Bundestagsfraktionen werden dem Ausschuss eine Beschlussempfehlung vorschlagen. Darüber wird der Ausschuss abstimmen. Dann kommt diese Vorlage in den Bundestag. Eine zeitliche Regelung, wann der Bundestag auf eine Petition reagieren muss, gibt es nicht.

Was haben Sie für ein Gefühl?

Preuß: Nach meinem Eindruck sind viele Mitglieder des Petitionsausschusses der Auffassung, dass die bisherige Praxis der Seenprivatisierung auf den Prüfstand gehört. Sicher ist, dass die gesamte Opposition im Bundestag auf unserer Seite steht. SPD und Linke haben bereits Beschlussanträge eingereicht, wonach die Rechtsnormen so geändert werden sollen, dass die ehemals volkseigenen Gewässer in der öffentlichen Hand bleiben. Ein Gesetzentwurf der Grünen sieht vor, diese Seen im Eigentum des Bundes zu belassen. Ausnahmen sollen nur zulässig sein, wenn Länder, Umweltverbände oder Umweltstiftungen Gewässer zu Naturschutzzwecken erwerben wollen. Aber auch CDU- und FDP-Politiker sind sensibilisiert. Ein CDU-Bundestagsabgeordneter sagte zu mir, dass auch niemand auf die Idee käme, den Bodensee zu privatisieren.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Martin Lindner warf Ihnen am Montag vor, die Befürchtungen hinsichtlich des Privateigentums an Gewässern seien spekulativ . . .

Preuß: Mag sein, dass solche Auswüchse wie nach dem Verkauf des Wandlitzsees heute nicht mehr möglich wären. Aber nehmen wir den Wolziger See. Derjenige, der ihn ersteigerte, hat ihn weiterverkauft, und der neue Käufer tat dasselbe. Inzwischen hat sich dort die Fischereipacht verdreifacht. Ein Privatbesitzer verfolgt nun einmal vor allem wirtschaftliche Absichten. Erfahrungen im Landkreis Teltow-Fläming zeigen, dass man naturschutzfachliche Ziele auf früheren Truppenübungsplätzen eher auf öffentlichen als auf privaten Flächen umsetzen kann. Ökologischer Waldbau wird vorrangig in Wäldern betrieben, die der öffentlichen Hand gehören. Ist ein See privat, hängen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität auch von der Zustimmung des Privatbesitzers ab. Die gute und kostenfreie Zugänglichkeit zu den Seen ist noch immer ein Markenzeichen für die ostdeutschen Bundesländer. Das ist ein wesentlicher Grund, warum sich der Wassertourismus insbesondere in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern so gut entwickelt hat. Das steht mit der Privatisierung auf dem Spiel.

Was sagen Sie zum Angebot der Bodenverwertungsgesellschaft BVVG, vor einem eventuellen Seeverkauf die weitere kostenlose Nutzbarkeit von Stegen mit Grunddienstbarkeiten zu sichern?

Preuß: Das ist ein Herumdoktern am Problem, ohne an die Ursache heranzugehen. Wer privat einen See kauft, dem fallen sicher noch andere Einnahmequellen ein als eine Steggebühr.

Sie haben dazu aufgerufen, weiter Unterschriften zu sammeln, warum?

Preuß: Solange die Petition nicht abschließend behandelt ist, sollte man weiterhin Druck auf die Parlamentarier ausüben. Außerdem laufen derzeit Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern. Der Bund hat ja den Ländern angeboten, die noch 15 000 Hektar bundeseigenen Wasserflächen im Paket an die Länder zu verkaufen. Über diese Verhandlungen sind übrigens nicht alle Bundestagsabgeordneten informiert, wie ein Gespräch am Rande der Anhörung zeigte.

Wie viele der 110 000 Unterschriften kommen eigentlich aus Teltow-Fläming?

Preuß: Als wir mit der Aktion begannen, haben wir das noch zugeordnet, später nicht mehr. Der überwiegende Teil der Unterschriften kam aus Brandenburg und Berlin. Es gab aber auch viele Unterschriften aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern, darunter vor allem Baden-Württemberg und Bayern.

Wer hat gesammelt?

Preuß: Ein Dankeschön gilt dem Verein Pro Mellensee, der Gemeinde Am Mellensee, der Interessengemeinschaft Malchiner See, Umweltverbänden, Wassersportvereinen, Anglervereinen, Grundstücksbesitzerverbänden.


CDU
Landespolitik
.. Malchiner See: In Landesbesitz überführen (MVticker.de)
Meldung CDU-Landtagsabgeordneten Marc Reinhardt am 28.4.2010

Gute Chancen für Übernahme von Gewässern von der BVVG

Mecklenburg-Vorpommern | 28.04.2010 - 15:54:52

Schwerin/MVticker. Nach Angaben des CDU-Landtagsabgeordneten Marc Reinhardt und des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Landtagsfraktion, Wolf-Dieter Ringguth, bestehen gute Chancen für das Land, die von der Bodenverwaltungs- und Verwertungsgesellschaft mbh (BVVG) gehaltenen Gewässerflächen in Landesbesitz zu überführen. Das zuständige Landwirtschaftsministerium müsse jetzt schnell aktiv werden, um zu einem für das Land guten Ergebnis zu gelangen.
„Nach einem ersten Gespräch zur weiteren Vorgehensweise bei der im Moment gestoppten Privatisierung bundeseigener Gewässer im Bundesfinanzministerium ist klar, dass der Bund bereit ist, seine Gewässerflächen gegen Geld oder im Rahmen von Flächentausch an die betroffenen Länder zu übertragen.
 
Jetzt liegt es an uns im Land zu entscheiden, was wir wollen. Insbesondere müssen wir dafür zunächst klären, welche Gewässer sich zu welchen Teilen im Besitz des Bundes befinden. Dann sollte mit den betroffenen Kommunen vor Ort geklärt werden, bei welchen Gewässern es im Interesse des Gemeinwohls nicht zu einer Privatisierung kommen soll. Über die so ermittelten Flächen müsste dann mit dem Bund verhandelt werden. Das Angebot des Bundes zu einem Flächentausch sollte dabei im Vordergrund stehen, weil dadurch der Landeshaushalt nicht unnötig belastet wird“, regten die CDU-Landtagsabgeordneten an.
 
„Für mich steht fest, dass der Malchiner See (670 Hektar) und der Teterower See (hier gehören der BVVG rund 400 Hektar) nicht privatisiert werden dürfen. Am vernünftigsten wäre es, wenn beide Seen durch das Land übernommen werden“, forderte Marc Reinhardt.
 
„Das Signal aus dem Bund ist gut. Die Gewässerprivatisierung ist bis zum Abschluss der Verhandlungen gestoppt. Die Bereitschaft ist da, die Flächen dem Land zu übertragen. Jetzt ist es an uns, zuzugreifen und Nägel mit Köpfen zu machen“, so Wolf-Dieter Ringguth abschließend.
 

Bundespolitik
.. den Kommunen zum Kauf anbieten
aus dem Pressespiegel des Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg vom 09.12.2009 (Nordkurier)
 
BVVG hat Hand auf einem Seestück
Teterow (sp). Es kursiert eine Liste aus dem Bundesfinanzministerium, die macht stutzig. Zumal das Thema höchst sensibel ist: Gewässerprivatisierung.
Nach dieser Liste sollen 400 Hektar des Teterower Sees BVVG-Fläche sein. Nun wissen Einheimische zwar, dass der See gar nicht so groß ist, sondern „nur“ 365 Hektar umfasst. Dass die Bundes-Verwaltungs- und Vermögensgesellschaft überhaupt die Hand drauf hat, dürfte für die meisten neu sein. Stimmt aber, zumindest für einen Teil der Wasserfläche. Und zwar für rund 160 Hektar auf der Teschower Seite, für die einst das Land Rechtsnachfolger war und die dann offensichtlich durch Vermögenszuordnung an die BVVG gingen. Soweit jedenfalls die Auskunft aus dem Rathaus der Bergringstadt. Was für Bürgermeister Reinhard Dettmann aber erst einmal wichtig ist, ist eine aktuelle Aussage seitens der BVVG in Schwerin: „Es gibt für unseren See keine Verkaufsabsichten. Er gilt als nationales Kulturerbe“, resümiert er gegenüber unserer Zeitung. Die Stadt ihrerseits bemühe sich jetzt einmal mehr um eine Vermögenszuordnung. Und zwar unter dem Aspekt der Seesanierung. Zwar kann die Stadt zurzeit den nötigen Eigenanteil nicht aufbringen, auf der Prioritätenliste im Land steht der See aber (der Nordkurier berichtete). Das Gros des Gewässers ist Stadteigentum, außerdem sind circa neun Hektar privat. Gewässerprivatisierung war indes gestern auch Thema in Gesprächen, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg in der Region führte. Schwerpunkt ist dabei der Malchiner See. Rehberg plädiert dafür, auf der Basis eines Ertragswertverfahrens den Preis zu ermitteln und die Gewässer den Kommunen zum Kauf anzubieten. (aus MVticker)

 


SPD

Landespolitiker:

Bund lenkt bei Seenprivatisierung ein - Gespräche angekündigt aus dem MVticker

Mecklenburg-Vorpommern | 18.12.2009 - 13:22:31

Schwerin/MVticker. Der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns Dr. Till Backhaus ist enttäuscht, dass der Bundesrat heute nicht sofort in der Sache  entschieden hat. Die Initiative Mecklenburg-Vorpommerns gegen die beabsichtigte Privatisierung von Gewässern im Eigentum des Bundes wurde zur  Beratung in die  Ausschüsse verwiesen. 
„Die CDU- geführten Länder haben unseren Antrag nicht unterstützt“, kritisiert Backhaus.  
Der Vorstoß Mecklenburg-Vorpommerns habe dennoch etwas bewirkt. „Bislang hat die Privatisierung von Gewässerflächen in den Gesprächen mit der Bundesregierung über neue Grundsätze bei der Privatisierung von BVVG-Flächen keine Rolle gespielt. Nun hat die Bundesregierung angekündigt, dieses Thema in die Gespräche Anfang nächsten Jahres  mit einzubeziehen. Das ist schon mal ein kleiner Erfolg. Das Moratorium bleibt auf jeden Fall zunächst bestehen, sowohl was die Privatisierung der Gewässer als auch landwirtschaftlicher Flächen  betrifft“, bekräftigt Backhaus.   
Der Minister habe allerdings die Befürchtung, dass bei der Seenprivatisierung auch die Frage der Alteigentümer wieder neu aufgerollt werde. „Dies lehne ich kategorisch ab“, so der Minister.  
 
18. Dezember 2009
Nach heutiger Entscheidung im Bundesrat: Druck muss aufrecht erhalten werden

Auf der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde die Entscheidungsvorlage der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns zur Seenprivatisierung nicht mehrheitlich befürwortet, sondern in die  Ausschüße verwiesen. Vertreter der Bundesregierung bekräftigten in der Debatte ihre Ablehnung des Antrags aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hatte gefordert, die Privatiserung der Seen durch die BVVG aufzugeben und die Gewässer kostenlos an Länder und Kommunen abzugeben.

6. August 2009  

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Bundesminister Wolfgang Tiefensee fordert ein Moratorium für die Privatisierung der Seen in Brandenburg durch die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG).

Tiefensee: "Die BVVG ist gehalten, "entbehrliche Liegenschaften", darunter viele Brandenburger Seen, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu veräußern. Dieser Ansatz ist zu kurz gegriffen. Seen haben weit mehr als einen wirtschaftlichen Wert. Sie sind mindestens ebenso wichtig für die Naherholung, den Naturschutz und die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Der freie Zugang zu den Seen muss im Interesse der Menschen gewährleistet bleiben. Deswegen muss es ein Moratorium geben und damit die Privatisierung der Seen zunächst gestoppt werden. Für weitere Privatisierungen müssen klare Regeln und enge Grenzen aufgestellt werden. Auf Bundesebene muss diskutiert werden, ob der gesetzliche Auftrag an die BVVG neu ausgerichtet werden muss. Der Wert eines Sees ist viel höher als der Preis, den ein Investor zu zahlen vermag."

 

Andrea Wicklein - Zur Seenprivatisierung